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Ehrung der Schulbesten und PV-Veto im Marktgemeinderat in Floß

Floß. Der Marktgemeinderat ehrte die Schulbesten und beschloss höhere Zuschüsse für Feuerwehr-Führerscheine, eine neue Hundesteuer ab 2027 und ein Nein zu Photovoltaik-Freiflächen. AfD-Mitglied Dennis Lange scheidet aus.

Floß. Der Marktgemeinderat ehrte die Schulbesten und beschloss höhere Zuschüsse für Feuerwehr-Führerscheine, eine neue Hundesteuer ab 2027 und ein Nein zu Photovoltaik-Freiflächen. AfD-Mitglied Dennis Lange scheidet aus.
Bürgermeister Robert Lindner (rechts) zeichnet Nina Pakhomova, Lena Helgert, Matthias Schieder, Hanna Fütterer (von links) aus. Foto: Josef Pilfusek

Ehrung der Schulbesten und PV-Veto im Marktgemeinderat in Floß

In der Sitzung des Marktgemeinderats geht es unter anderem um eine neue Hundesteuersatzung und um das Veto zur Einleitung eines Bauleitplanverfahrens für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Dennis Lange (AfD) scheidet aus dem Marktgemeinderat aus.

Auszeichnung für die Besten des Jahrgangs 2026

„Diese Ehrung ist sowohl eine Anerkennung ihrer bisherigen Erfolge als auch eine Ermutigung, ihre Ziele mit Leidenschaft und Entschlossenheit weiter zu verfolgen“, brachte Robert Lindner es zum Beginn seiner Laudatio für die erfolgreichen Schulabsolventen auf den Punkt. Bei der Auszeichnung der Besten des Entlassjahrgangs 2026 zum Beginn der Marktgemeinderatssitzung am Donnerstag, 17. September, sprach der Bürgermeister von herausragenden Leistungen.

„Ihr habt die Schule gemeistert und seid jetzt auf einem neuen Lebensweg“, sagte Lindner. Verbunden mit den besten Wünschen übergab er den Schülerinnen und Schülern Preise. Die Jahrgangsbesten sind: Nina Pakhomova (Quali-Abschluss an der Mittelschule Neustadt/WN); Hanna Fütterer (Mittlere Reife als Schulbeste an der Lobkowitz-Realschule Neustadt/WN); Lena Helgert (Abitur am Augustinus-Gymnasium Weiden); Matthias Schieder (Berufsabschluss als Landwirt an der Staatlichen Land- und hauswirtschaftlichen Berufsschule).

Fraktionen gratulieren und geben Ratschläge

Markus Staschewski war überzeugt, dass sich in puncto Digitalisierung vieles weiterentwickeln werde. Deshalb appellierte der SPD-Fraktionssprecher an die jungen Leute, weiter dranzubleiben. Für Nadine Gralla-Sommer (CSU) „habt ihr mit euren Leistungen eine super Grundlage geschaffen“. Und so wünschte sie allen, sich mit viel Selbstvertrauen auf dem weiteren Weg nicht beirren zu lassen.

„Die KI ist zwar in aller Munde, setzt aber auf menschliche und soziale Intelligenz“, gab Zweiter Bürgermeister Oliver Mutterer (Bürgerliste) mit auf den Weg. „Bleibt am Ball und Floß treu!“ Wie alle hob Erika Löw (AfD) die schulischen Leistungen hervor. „Geht weiter mit gutem Beispiel voran“, sagte sie zu den Schulabsolventen.

Sommerserenaden als voller Erfolg

Als vollen Erfolg bezeichnete der Bürgermeister die diesjährigen Sommerserenaden. „Aus der Bevölkerung ist viel positives Feedback gekommen“, ließ er wissen. Auch die Bands seien überaus zufrieden gewesen. Besonders hob er die 105 ehrenamtlichen Stunden für die Umsetzung hervor. Wie Staschewski, Gralla-Sommer, Mutterer und Löw würdigte Lindner das Engagement der Organisatorinnen Katja Buchner und Nadine Schwarz. Auf deren Wunsch stand deshalb das einstimmige Votum, auch 2027 vier Serenaden zu veranstalten.

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Mehr Zuschuss für Führerscheine der Feuerwehr

Einig war sich der Marktgemeinderat auch, den Zuschuss für den Erwerb einer Fahrerlaubnis der Klasse C für Feuerwehr-Dienstleistende von bisher 2.000 auf 2.800 Euro anzuheben. „Die Kosten sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen“, wies er dabei auf das Gespräch mit dem Flosser Kommandanten Felix Müller hin. „Wir brauchen Leute, die diese Fahrzeuge fahren können“, sagte Staschewski, dem Gralla-Sommer, Christian Kunz (Bürgerliste) und Löw beipflichteten.

Neue Hundesteuersatzung verabschiedet

Verbunden mit dem Erlass einer neuen Hundesteuersatzung setzte das Kommunalgremium auch die neuen Sätze fest: Für den ersten Hund werden am 1. Januar 2027 40 Euro (bisher 29 Euro) fällig, für jeden weiteren Hund 50 Euro (bisher 44 Euro).

Veto gegen Photovoltaik-Freiflächenanlagen

„Aus dem Plangebiet wurde eine Flurnummer entfernt, was zu einer Zerstückelung der beabsichtigten Anlagenfläche führt“, beschrieb Lindner die von der AQWISO GmbH vorgelegte Umplanung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Während Staschewski von unterschiedlichen Meinungen bei der SPD sprach, fand es Markus Schieder (CSU) schade, landwirtschaftliche Flächen für derartige Anlagen herzunehmen. So sahen es auch Kunz (Bürgerliste) und Löw (AfD). Mit vier zu zehn Stimmen lehnte der Marktgemeinderat schließlich den Antrag der AQWISO GmbH, einen Aufstellungsbeschluss zur Einleitung eines Bauleitplanverfahrens zu fassen, ab.

Bauvorhaben und Personalwechsel

Das gemeindliche Einvernehmen gab es zur Nutzungsänderung eines Teilbereichs der bestehenden Gewerbefläche im Erdgeschoss zu einer abgeschlossenen Wohneinheit auf einem Grundstück in der Gemarkung Floß. Das galt auch für die Umnutzung des bestehenden Nebengebäudes zum Betriebsgebäude für Reifenmontage in der Gemarkung Gailertsreuth.

„Dennis Lange hat um Niederlegung seines Ehrenamtes als Marktgemeinderatsmitglied gebeten“, wies Lindner auf dessen Schreiben hin und nannte als Grund persönliche Gründe. Verbunden mit der Zustimmung zur Entlassung aus dem Kommunalgremium war die Feststellung von Frederic Schuller als Nachrücker auf dem AfD-Wahlvorschlag. „Er soll in der Oktober-Sitzung vereidigt werden“, kündigte der Bürgermeister an.

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