Generationswechsel bei der Feuerwehr in Erbendorf

Generationswechsel bei der Feuerwehr in Erbendorf
Eine Ära geht bei der Freiwilligen Feuerwehr Erbendorf zu Ende: Kommandant Bernhard Schmidt verabschiedet sich nach 30 Jahren aus diesem Führungsamt, nachdem er bei der Kommunalwahl zum Bürgermeister der Stadt gewählt worden war.
Rückblick und Ausblick bei der Feuerwehr Erbendorf
In der Dienstversammlung zur Wahl des neuen Kommandanten im Feuerwehrhaus blickte Bernhard Schmidt auf eine beispiellose Entwicklung zurück und schwor die Mannschaft auf die Herausforderungen der Zukunft ein.
Als der scheidende Kommandant vor 30 Jahren seine Arbeit in der Führung aufnahm, war die Feuerwehrwelt noch eine andere. Technik war einfacher, Digitalisierung ein Fremdwort. „Vieles wurde damals mit Erfahrung, Improvisation und großem kameradschaftlichem Zusammenhalt geleistet“, so der Kommandant.
Moderner Einsatzalltag und breites Aufgabenspektrum
Heute präsentiert sich die Feuerwehr Erbendorf als hochprofessionelle und vielseitige Hilfeleistungsorganisation. Das Einsatzspektrum reicht längst über die klassische Brandbekämpfung hinaus. So zählen technische Hilfeleistungen, First-Responder-Einsätze, Gefahrgutunfälle, Unwetter- und Starkregenereignisse sowie komplexe Drohneneinsätze dazu, die die Aktiven heute rund um die Uhr fordern.
„Die Feuerwehr Erbendorf steht nicht still. Wir verbinden Tradition mit modernster Einsatztechnik.“ Damit sprach er über die Innovationskraft der Wehr, die sich unter anderem im Aufbau einer eigenen Drohnengruppe mit Wärmebildtechnik widerspiegelt.
Nachwuchsarbeit und gelebte Tradition
Ein besonderes Augenmerk galt in den vergangenen Jahrzehnten der Nachwuchsarbeit. Mit einer starken Jugendfeuerwehr und der erfolgreichen Kinderfeuerwehr steht die Wehr auf einem soliden Fundament. Gleichzeitig sichern die „Blaulichtveteranen“, dass der reiche Erfahrungsschatz der älteren Generation im Verein lebendig bleibt.
Der Kommandant betonte gerührt, dass die beste Technik ohne die Menschen, die sie bedienen, nutzlos sei. Sein Dank galt deshalb der gesamten Mannschaft sowie der Kreisbrandinspektion für die Zusammenarbeit. Ein besonderes „Vergelt’s Gott“ richtete er an die Familien und Partner der Aktiven, deren Verständnis das zeitintensive Ehrenamt überhaupt erst möglich mache.
Investitionen in Ausrüstung und Sicherheit
„Eine leistungsfähige Feuerwehr ist kein Luxus, sondern eine unverzichtbare Pflichtaufgabe der Stadt und eine Investition in die Sicherheit der Bürger“, so Schmidt. Passend dazu konnte er zum Abschluss seiner Dienstzeit noch eine erfreuliche Nachricht verkünden. Er überreichte die Bestätigung zur Unterbringung eines neuen Wechselladerfahrzeugs der Kreisfeuerwehr in der Stadt Erbendorf. Ein Projekt, in das der scheidende Kommandant spürbar viel Herzblut steckte.
„Ein Kommandant muss nicht nur führen, sondern auch verbinden. Er muss nach belastenden Einsätzen auch fragen: ‚Wie geht es dir?‘“, erinnerte er. „Nach dem Auszählen der Stimmen gelte es, geschlossen hinter der neuen Führung zu stehen.“ Dem künftigen Kommandanten wünschte er eine glückliche Hand, Ausdauer und stets eine gesunde Heimkehr von den Einsätzen.
Zusammenhalt und Verantwortung in der Führung
Er, Schmidt, übergebe eine Feuerwehr „mit Geschichte, mit Herz, mit Können und mit einer starken Mannschaft“.
Feuerwehrvorsitzender Daniel Grünbauer dankte dem langjährigen Kommandanten für seine Arbeit in all den Jahren und überreichte im Namen der Wehr als Abschiedsgeschenk einen Feuerlöscher, jedoch mit etwas Hochprozentigem. Kreisbrandrat Stefan Gleißner sprach Schmidt ebenso seinen Dank für die jahrzehntelange hervorragende Zusammenarbeit aus.
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