Wende im Fall Kerstin Lee Langley: Geständnis enthüllt möglichen Tötungskomplott
Wende im Fall Kerstin Lee Langley: Geständnis enthüllt möglichen Tötungskomplott
Bei einer Pressekonferenz in Regensburg am 19. Oktober 2026 kündigte die Kriminalpolizei Regensburg zusammen mit der Staatsanwaltschaft und dem Polizeipräsidium Oberpfalz einen Ermittlungsfortschritt im Cold Case um Kerstin Lee Langley an. Der Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher und der Leitende Kriminaldirektor Robert Fuchs informierten über die neuen Ermittlungsergebnisse. Fast 20 Jahre nach dem Verschwinden hatte der Bruder der Frau sie im Sommer 2007 als vermisst gemeldet, und frühere Ermittlungen lieferten zunächst keine Anhaltspunkte für ein Gewaltverbrechen.
Geständnis führt zu Fund in Sulzbach-Rosenberg und Kadenzhofen
Im August 2026 legte eine tatverdächtige Frau im Beisein ihres Pflichtverteidigers ein umfassendes Geständnis ab. Sie habe mit der Belastung der Tat nicht mehr leben können, so die Ermittler. Die Beschuldigte schilderte das Geschehen detailliert und führte die Ermittler der neu eingerichteten Ermittlungskommission „EK Kerstin“ zu Leichenablageorten in Sulzbach-Rosenberg sowie im oberpfälzischen Kadenzhofen.
Bei anschließenden Grabungsarbeiten stießen Einsatzkräfte rund 500 Meter entfernt von einer früheren Suchstelle auf sechs menschliche Knochen. Erste DNA-Untersuchungen ergaben inzwischen, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die sterblichen Überreste von Kerstin Lee Langley handelt.
Wie der Leitende Kriminaldirektor Robert Fuchs erklärte, richten sich die Ermittlungen nun gegen insgesamt drei Tatverdächtige, einer von ihnen ist bereits 2024 verstorben. Gegen einen 66-jährigen Mann wurde Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Totschlag s erlassen, er sitzt in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen die geständige 56-Jährige wurde außer Vollzug gesetzt. Ihre Aussagen erwiesen sich aus Sicht der Kriminalpolizei bislang als glaubhaft. „Für uns als Kriminalpolizei hat sich alles, was uns die Zeugin dieses Mal gesagt hat, bislang als wahr herausgestellt“, so Fuchs. Auch Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher betonte die Bedeutung des Geständnisses: „Ohne das Geständnis säßen wir heute nicht hier.“
Zudem arbeitet die Sonderkommission EG Kerstin derzeit auf Hochtouren, um die Angaben lückenlos zu verifizieren und das Verbrechen juristisch aufzuarbeiten.
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