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Die Künstliche Intelligenz muss dem Menschen dienen

Speinshart. Beim 46. Speinsharttag forderte Festredner Professor Günter Leugering, dass Künstliche Intelligenz dem Menschen dienen müsse, und warnte eindringlich vor dem Verlust menschlicher Handlungsfähigkeit.

Die Künstliche Intelligenz muss dem Menschen dienen

Mit dem Meditations-Objekt einer NASA-Erkundungsssonde veranschaulichte Prof. Dr. Günter Leugering die Ergebnisse von KI-Forschung in Zusammnenhang mit dem Denken des Menschen. Foto: Robert Dotzauer
Schwer beeindruckt zeigte sich das Publikum vom Festvortrag mit interessanten Meditationselementen. Foto: Robert Dotzauer
Mit der Demonstration eines Hunderoboters zeigte der Festredner die Potentiale KI-gesteuerter Einsätze auf. Da staunten auch Landtagsvizepräsident MdL Tobias Reiß, Bürgermeister Albert Nickl und Hightechabtei-Geschäftsführer Dr. Adrian Roßner. Foto: Robert Dotzauer

Die künstliche Intelligenz muss dem Menschen dienen. Mensch und Technik sind weder Feinde des Menschen noch an sich ein Übel. Allerdings muss der Mensch auch bei der Anwendung künstlicher Intelligenz entscheidender Akteur bleiben, betont Professor Dr. Günter Leugering beim Speinsharttag.

Festvortrag beim Speinsharttag: Mensch und Technik im Fokus

„Magnifica humanitas“ oder „großartige Menschheit“ heißt die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. Das katholische Kirchenoberhaupt beleuchtet darin das Gemeinwohl in einer Zeit des epochalen Wandels angesichts der Dynamik in der Anwendung der künstlichen Intelligenz (KI). Ein hochaktuelles Thema mit Professor Dr. Günter Leugering als Festredner beim 46. Speinsharttag. In seinem fesselnden Vortrag mit symbolischer Unterstützung eines „Hunderoboters“ auf der Bühne des voll besetzten Gemeindezentrums forderte der Wissenschaftler im Sinne der Augustinerregel „Cor unum et anima una“ – ein Herz und eine Seele –, mit der KI der Menschheit zu dienen.

Warnung vor dem Verlust des Menschseins

Die Thematik des Festvortrages reichte von der KI-gesteuerten Mobilität bis hin zu den Auswirkungen von KI auf medizinische Anwendungen, zur Entwicklung autonomer Waffensysteme und zum möglichen Missbrauch von Algorithmen sowie Warnungen vor dem Verlust menschlicher Handlungsfähigkeit. Mit Beispielen zeigte der Professor offen und transparent den tiefgreifenden Wandel durch die KI-Anwendung auf und forderte im Sinne der Augustinerregel bei jeder KI-Anwendung Herzensklugheit und menschliche Wertschätzung. Keine Maschine könne dieses Menschsein ersetzen, betonte Leugering.

Das Speinsharter Science-Center- und Supertech-Modell verstand der Experte mit Blick auf die Historie des Klosters als herausragendes Beispiel, 900 Jahre Weisheit mit dem „Cor unum“, einem Herzen, groß genug für die Welt, und mit einem Konzept verantwortungsvoller und ethischer Technologie zu verbinden.

Wie gehen wir deshalb mit KI um?

Diese Kernfrage beantwortete der Festredner zunächst mit der Warnung vor der schleichenden Entwöhnung der eigenen menschlichen Fähigkeiten durch Delegation an Maschinen. „Wir müssen noch selbst zweifeln können und die Fähigkeit behalten, unbequeme Fragen zu stellen“, mahnte Leugering, um gleichzeitig an das rechte Verhältnis von Mensch und Technik zu erinnern. Besonders wichtig waren für den Festredner Hinweise zu den Unterscheidungsmerkmalen zwischen KI und menschlichen Fähigkeiten. Die KI-Leistung beruhe ausschließlich auf Datenverarbeitung, mache keine Erfahrungen, habe keinen Körper, kenne weder Freude noch Schmerz, besitze kein Gewissen und unterscheide nicht zwischen Gut und Böse.

Daraus folgerte der KI-Experte: „Eine wirklich verantwortungsvolle und menschliche Wissenschaft braucht Orte, an denen sie sich selbst befragen lassen kann“. Speinshart sei ein solcher Ort. Das Science Center sei der Versuch, den Fortschritt und die Weisheit, die Intelligenz und das Herz zu verbinden. Nicht die Maschine könne die Welt retten. Auch nicht die Abkehr von der Maschine. Begleitet vom stürmischen Beifall der Speinsharttag-Besucher endete der Festvortrag mit dem Appell: „Vertrauen wir Menschen, die wissen, was sie tun, und Menschen, die forschen und zweifeln, die bauen und fragen, die denken und lieben“.

Pflege Oberpfalz
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Erfreuliche operative Entwicklung der Hightech-Abtei

Dr. Adrian Roßner, Geschäftsführer des werdenden Supertech-Zentrums, ergänzte die Ausführungen mit einem kurzen Abriss über die operative Entwicklung des Wissenschaftszentrums. Mit der Feststellung „Speinshart funktioniert international“ verwies er mit Tagungsbeispielen auf den hörbar guten Ruf Speinsharts in der Welt. Mit Blick auf die starke Nachfrage eines internationalen Publikums sprach der Geschäftsführer der bayernweit einmaligen Hightech-Abtei von einer bemerkenswerten Entwicklung. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch der Spirit und die Ursprünglichkeit des Tagungsumfeldes.

Mit der Feststellung „Wir kommen mit großen Schritten voran“ machte Fördervereinsvorsitzender MdL Tobias Reiß Hoffnung auf einen baldigen Baubeginn für das Wissenschaftszentrum. Erleichtert zeigte sich Reiß über den Kauf des Girisch-Anwesens in unmittelbarer Nachbarschaft des Klostergasthofes. Der Grunderwerb eröffne für das Speinshart-Projekt Perspektiven für eine optimale bauliche Entwicklung der Hightech-Schmiede Speinshart.

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