CSU startet Wahlkampf in Waldthurn mit Bocka an der Spitze
CSU startet Wahlkampf in Waldthurn mit Bocka an der Spitze
Der CSU-Ortsverband hat den Waldthurner Wahlkampf im Gasthof Bergler eröffnet. Der Vorsitzende Georg Stahl konnte zur Auftaktversammlung am Freitagabend des 9. Januar 2026 neben Bürgermeister Josef Beimler und MdB Albert Rupprecht auch die Mitbewerber anderer Parteien und Gruppierungen begrüßen. Für die CSU Waldthurn ergeben sich durch das Ausscheiden von Bürgermeister Josef Beimler und mehrerer langjähriger Markträte große Veränderungen. In dieser Phase des Umbruchs hat sich Georg Bocka – ohne Zögern und ohne Bitten – im Rahmen einer internen Besprechung bereit erklärt, als Bürgermeisterkandidat anzutreten. Er betonte, dass er sich der Aufgabe gewachsen fühle und diese Herausforderung gerne annehme.
CSU startet Wahlkampf in Waldthurn
Zu Beginn seiner Ansprache richtete Georg Bocka seinen Dank an den scheidenden Bürgermeister Josef Beimler. Er würdigte dessen unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz zum Wohl der Marktgemeinde Waldthurn und machte deutlich, dass es keine leichte Aufgabe sei, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten. Bocka zeigte sich jedoch entschlossen und betonte, dass er die Herausforderung gerne annehme: „Ich mache es gerne.“ Mit voller Kraft und ganzem Einsatz wolle er sich für die Menschen in Waldthurn engagieren und die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortsetzen.
Gestaltung des Marktplatzes und Dorferneuerung
Im Rahmen der noch laufenden Dorferneuerung wird der Marktplatz in Waldthurn umgestaltet. Ziel ist es, diesen zentralen Bereich zu einem echten Schmuckstück zu machen, das das Erscheinungsbild des Ortes nachhaltig prägt und die Lebensqualität für die Einwohner erhöht.
Schule und Kindergarten: Ausbau der Betreuungseinrichtungen
Um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen und eine angemessene Mittagsbetreuung für die Schülerinnen und Schüler sowie die Kinder im Kindergarten zu gewährleisten, ist der Bau einer Mensa notwendig. Darüber hinaus muss der Kindergarten um einen regulären Gruppenraum erweitert werden, um den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken.
Sanierung des Lobkowitz-Schlosses
Mit der bevorstehenden Gestaltung des Außenbereiches kann die umfassende Sanierung des Lobkowitz-Schlosses abgeschlossen werden. Dieses historische Gebäude spielt eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Gemeinde und wird durch die Maßnahmen weiter aufgewertet.
Investitionen in den Feuerschutz
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung des Feuerschutzes. Hierzu sind größere Investitionen erforderlich, wie beispielsweise die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für die Feuerwehr Lennesrieth. Zudem ist der Einbau einer Schlauchpflegeanlage am Standort der Feuerwehr Waldthurn geplant, um die Einsatzbereitschaft und Sicherheit weiter zu erhöhen.
Ausbau der digitalen Infrastruktur
Der Glasfaserausbau wird weiterhin vorangetrieben, um die digitale Anbindung der Gemeinde zu sichern. Für die Ortsteile Albersrieth und Spielberg läuft derzeit das Ausschreibungsverfahren, das die Grundlage für eine moderne und leistungsfähige Internetversorgung bildet.
Kooperationen und Infrastrukturmaßnahmen für Waldthurn
Ein wichtiger Schwerpunkt der zukünftigen Entwicklung liegt auf der Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. Gemeinsam soll die bundesgesetzlich vorgeschriebene Wärmebedarfsplanung vorangetrieben werden, um nachhaltige Lösungen für die Energieversorgung zu gewährleisten.
Die Gemeinde misst der geordneten Abwasserentsorgung und der zuverlässigen Trinkwasserversorgung höchste Priorität bei. Besonders betont wird die notwendige Kooperation mit den Landwirten im Umfeld des gemeindlichen Tiefbrunnens, der einer Sanierung bedarf. Wie Bürgermeisterkandidat Georg Bocka hervorhebt, ist sauberes Wasser das wichtigste Lebensmittel und somit unverzichtbar für die Lebensqualität vor Ort.
Weitere zentrale Aufgaben sind die Pflege und Instandhaltung der Flur- und Waldwege sowie die bedarfsorientierte Sanierung von Straßen. Diese Maßnahmen tragen wesentlich zur Sicherheit und zum Erhalt der Infrastruktur bei.
Auch die Nahversorgung steht im Fokus: Der Erhalt des Marktladens und der Metzgerei Bergler wird als essenziell für die Daseinsvorsorge in Waldthurn erachtet. Gleiches gilt für die Gesundheitsvorsorge, die durch die örtlichen Arztpraxen und Angebote zur ambulanten und stationären Pflege gesichert wird. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der Angehörigen in der häuslichen Pflege – rund 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden innerhalb ihrer Familien betreut und versorgt.
Die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde ist maßgeblich von den Einnahmen aus der Gewerbesteuer abhängig. Deshalb sichert der Bürgermeisterkandidat den ortsansässigen Gewerbebetrieben seine volle Unterstützung zu. Zusätzlich soll das Angebot an Gewerbeflächen ausgebaut werden, um Unternehmen einen attraktiven Standort zu bieten und neue Ansiedlungen zu fördern.
Stärkung des Gemeinschaftslebens und Verwaltung
Ein weiteres Ziel ist die Förderung des regen Vereinslebens und die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements. Der Tod des langjährigen Partnerschaftsbeauftragten Uli Völkl wurde als großer Verlust für die Gemeinde genannt. Dennoch soll die partnerschaftliche Verbindung zur tschechischen Stadt Hostau weiterhin aktiv gepflegt werden.
Bocka kündigte an, als Bürgermeister täglich im Bauhof und in der Verwaltung präsent zu sein und seinen bisherigen Arbeitsplatz bei der BayWa dafür aufzugeben. Der Bauhof soll technisch gut ausgestattet werden, denn „Gute Arbeit braucht gutes Werkzeug“. Die Rathausverwaltung sei inzwischen wieder gut aufgestellt, und der neue Kämmerer habe sich bereits bestens eingearbeitet. Die Digitalisierung der Verwaltung habe hohe Priorität, ohne jedoch den persönlichen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern zu vernachlässigen.
Finanzierung und Netzwerke
Bei allen geplanten Investitionen und Maßnahmen legt Bocka großen Wert auf eine solide Finanzierung. Ein besonderes Augenmerk gilt der optimalen Nutzung von Fördermöglichkeiten. Die gute Vernetzung der CSU mit allen wichtigen Entscheidungsebenen und der persönliche Kontakt zu Entscheidungsträgern sind dabei von Vorteil.
Parteiübergreifende Zusammenarbeit
Ein zentrales Anliegen von Georg Bocka und der CSU ist die Fortsetzung der parteiübergreifenden Zusammenarbeit. Ziel ist es, den eingeschlagenen Weg des konstruktiven Miteinanders konsequent fortzuführen, um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu vertreten und umzusetzen. Die Kooperation mit anderen Parteien soll dazu beitragen, Lösungen für die Herausforderungen der Gemeinde zu finden und gemeinsame Projekte voranzutreiben.
Kritische Haltung zu Windenergie im Bereich der Skihütte
Besonders kritisch sieht Georg Bocka die Pläne, im vom Regionalen Planungsverband ausgewiesenen Vorranggebiet zwischen Skihütte und Wampenhof mehrere Windräder zu errichten. Er betont, dass dadurch ein wichtiges Naherholungsgebiet von Waldthurn zerstört würde und lehnt diese Entwicklung entschieden ab. Auch die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlich gut nutzbarem Boden betrachtet er skeptisch. In diese Richtung äußerte sich auch Vorsitzender Georg Stahl, der das aktuelle Wind-an-Land-Gesetz als Desaster bezeichnete. Er hat den Eindruck, dass die Oberpfalz mit Windrädern zugepflastert werde, während Regionen wie das Gebiet um den Starnberger See verschont blieben.
Engagement für Waldthurn
Georg Bocka schloss sein Referat mit der Zusage, für Waldthurn rund um die Uhr erreichbar zu sein und bat die Anwesenden um Unterstützung für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen der Gemeinde.
Kandidatenvorstellung und Würdigung des Gemeindeoberhaupts
Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten CSU-Chef Georg Stahl und JU-Vorsitzender Christian Müller mithilfe moderner multimedialer Techniken die Kandidaten für den kommenden Marktrat. Bereits im Vorfeld hatten die CSU und die Junge Union eine gemeinsame Liste erarbeitet, die durch ihre Ausgewogenheit hervorsticht. Besonders betont wurde, dass alle Ortsteile sowie verschiedene Berufs- und Altersgruppen angemessen vertreten sind. Das Durchschnittsalter der Kandidaten liegt bei 41 Jahren. Dieses Durchschnittsalter steht stellvertretend für ein zukunftsorientiertes Team.
Im Anschluss richtete Bürgermeister Josef Beimler ein Grußwort an die Versammlung. Dabei würdigte er Georg Bocka als geeigneten Nachfolger, der durch seine umfangreiche Erfahrung und sein großes Engagement überzeugt. MdB Albert Rupprecht blickte auf die Amtszeit des bisherigen Gemeindeoberhaupts zurück und lobte dessen außergewöhnlichen Einsatz für die Heimat. Beimler habe mit seiner Energie, seiner Fähigkeit, die Menschen mitzunehmen, und seiner Kreativität bei der Beschaffung von Fördermitteln große Erfolge erzielt. Ein Beispiel hierfür ist das bayernweit etablierte Programm „Innen statt Außen“, das maßgeblich auf die Initiative der Marktgemeinde Waldthurn sowie die Unterstützung regionaler Mandatsträger zurückgeht. Für die Zukunft hob Rupprecht hervor, dass Georg Bocka einen eigenen Stil mit „Kopf und Herz“ einbringen werde und bereits über die notwendigen Netzwerke verfüge, um die Arbeit in der kommunalen Selbstverwaltung zu erleichtern.
Der Dank galt ausdrücklich allen Kandidaten, unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit, für ihre Bereitschaft, Verantwortung für das Wohl der Heimatgemeinde zu übernehmen und ehrenamtlich Zeit zu investieren. CSU-Vorsitzender Georg Stahl verzichtete darauf, die vielen Verdienste von Josef Beimler im Detail aufzuzählen, stellte jedoch dessen besondere Leistung heraus, die Bevölkerung der Marktgemeinde zusammengeführt zu haben. Dieses Miteinander habe Waldthurn viel Erfolg gebracht und werde auch zukünftig von den Kandidaten der CSU und JU mit Georg Bocka an der Spitze verlässlich vertreten. Mit dem Versprechen eines fairen Wahlkampfs beendete Stahl die Versammlung.
Die nächste Wahlveranstaltung der CSU findet am Donnerstag, 15. Januar 2026, im Dorftreff Albersrieth statt. Beginn ist um 19 Uhr. Als Ehrengast wird Landrat Andreas Meier erwartet. Es ergeht herzliche Einladung an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.







