Deichsanierung am Flutkanal in Weiden läuft nach Plan

Deichsanierung am Flutkanal in Weiden läuft nach Plan
Das Wasserwirtschaftsamt Weiden verstärkt den Deichabschnitt am Flutkanal zwischen Schweinenaab und Friedrich-Ebert-Straße mit einer Spundwand. Der Abschnitt erstreckt sich auf eine Länge von circa 800 Metern an der Nordwestseite des Flutkanals.
Seit August 2026 werden dort in einem Zug Spundwände etwa sieben Meter tief in den bestehenden Deich eingebracht. Bei einer Überströmung erhöhen die metallenen Spundwände die Standfestigkeit des Deiches, indem sie den verbleibenden Deichkern im Inneren stützen und das Risiko eines unkontrollierten Grundbruchs mindern. Sie bilden eine dichte Hochwassersperre und verhindern ein Durchsickern des Deiches bei Hochwasser. Der Deich bleibt an der Oberfläche unverändert.
Stabilität des Damms im Fokus
Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler machte sich beim Besuch der Baustelle ein Bild der Maßnahme. „Ich freue mich, dass wir hier vor Ort eine technisch sinnvolle und zukunftsorientierte Lösung umsetzen, die die Stabilität des Damms im Ernstfall deutlich verbessert.“
Hintergrund: Baumbestand und Sicherheit
Der Deichabschnitt weist einen bestehenden Baumbestand auf. Nach heutigem Stand der Technik ist Gehölzbewuchs auf Deichen aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen, da umstürzende Bäume bei Hochwasser und Sturm die Deichstandsicherheit gefährden können. Um den Baumbestand dennoch erhalten zu können, wird eine statisch wirksame Innendichtung in Form einer Spundwand eingebaut. Diese gewährleistet auch bei Beschädigungen der Böschungen oder im Fall von Windwurf die notwendige Standsicherheit und erhöht die Langlebigkeit des Deiches.
Experteneinschätzung des Wasserwirtschaftsamts
Behördenleiter Mathias Rosenmüller vom Wasserwirtschaftsamt Weiden kommentiert: „Mit der Innendichtung aus Spundwänden schlagen wir einen modernen, sicheren Weg ein: Wir ertüchtigen den Deich nach heutigem Stand der Technik und können gleichzeitig den gewohnten Baumbestand weitgehend erhalten. So verbinden wir Hochwasserschutz, Standsicherheit und Landschaftsbild.“
Sperrungen und Baufortschritt am Flutkanal
Für die Arbeiten ist es erforderlich, den Weg komplett für Fußgänger und Radfahrer zu sperren. Gestartet wurde von der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Schweinenaab. Die Bauarbeiten zur Verstärkung des Damms schreiten kontinuierlich voran.
Die Vorbohrarbeiten sind zwischenzeitlich abgeschlossen und der Einbau der Spundwand ist bereits fast zur Hälfte erfolgt. Parallel zu den Hauptbauarbeiten haben auch die Wegebauarbeiten begonnen. Damit befindet sich das Bauvorhaben auf einem guten Weg und im Zeitplan.
Zeitplan und Finanzierung
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende Oktober dauern. Rund zwei Millionen Euro werden mit der Umsetzung der Maßnahme in den Hochwasserschutz der Stadt Weiden investiert. Das Geld stammt aus dem Europäischen Förderprogramm EFRE und vom Freistaat Bayern.
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