Marktgemeinderat beschließt Sanierung mit Anbau des Feuerwehrhauses in Waidhaus

Marktgemeinderat beschließt Sanierung mit Anbau des Feuerwehrhauses in Waidhaus
„Alea iacta est.“ In Anlehnung an den bekannten Spruch von Gaius Julius Caesar, dass der Würfel gefallen ist, hat der Marktgemeinderat Nägel mit Köpfen gemacht und sich in der Sitzung am Montag, 3. August, für die Sanierung des bestehenden Feuerwehrhauses mit einem Anbau entschlossen. Als Alternative war ein Neubau zur Entscheidung gestanden.
Laut dem Architekten Christian Schönberger, Oberviechtach, ist die Entwurfsplanung für Sanierung/Anbau mit der Regierung der Oberpfalz in Regensburg, dem Landratsamt Neustadt/WN und dem Kreisbrandrat Marco Saller abgestimmt. „Es sind zwei zusätzliche Stellplätze genehmigt“, war dabei seine Aussage, „egal, ob für die Sanierung oder einen Neubau.“
Bei den Erläuterungen der Planung wies Schönberger unter anderem auf die Umkleideräume mit Dusche/WC für Frauen und Männer hin, außerdem auf Büros für die Führungskräfte und die Barrierefreiheit. „Ein paar Durchbrüche sind schon erforderlich, wenn es zu einem Anbau kommen sollte“, sagte er. Für das Gesamtprojekt war seine Feststellung: „Der Baucharakter wird nicht auf den Kopf gestellt.“
Kosten und Förderung: Vergleich Sanierung und Neubau
Die ermittelten Kosten für Sanierung/Anbau bezifferte der Architekt auf 3.200.000 Euro. Abzüglich der Zuwendungen von 807.000 Euro durch die Regierung der Oberpfalz und 317.520 Euro aus dem KfW-Förderprogramm bleiben als Eigenanteil des Marktes Waidhaus 2.075.480 Euro. Der Baubeginn könnte seinen Worten zufolge im Frühjahr 2027 erfolgen, der Abschluss Mitte 2028.
Als Kosten für einen Neubau nannte Schönberger rund 3.900.000 Euro. Bei diesem liegt die Zuwendung der Regierung der Oberpfalz bei 725.000 Euro, die KfW-Förderung bei 52.500 Euro. Somit verbleiben bei der Kommune 3.122.500 Euro.
Stimmen aus dem Marktgemeinderat
Vera Stahl hätte zwar lieber einen Neubau gesehen, gab aber auch zu, „dass mir der Plan für die Sanierung gefällt“. Die Sprecherin der SPD-Fraktion sagte deshalb: „Wir werden der Sanierung zustimmen.“
„Ich bin eher ein Freund der Sanierung“, sprach sich der Dritte Bürgermeister Josef Schmucker (UWG) für diese Variante aus, auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Finanzierung und eine Vorbildfunktion seitens der Kommune. Außerdem sei bei einem Neubau die Grundstücksfrage nicht geklärt.
Das war auch im Sinne von Nicole Hoch (CSU). „Wir haben kein adäquates Grundstück“, fand die Zweite Bürgermeisterin, die auch keine Möglichkeit für einen Verkauf des Bestandsgebäudes sah. „Wir sollten konkret in die Planung gehen“, pflichtete Erika Grötsch (UWG) bei. Am Ende stand der von Bürgermeister Markus Bauriedl zitierte Beschlussvorschlag für eine „Generalsanierung auf Neubaubasis mit fünf Stellplätzen“.
Finanzen, Bebauungsplan und Radweg
Bei der Bekanntgabe der von der Kämmerei erstellten Jahresrechnung 2025 nannte der Rathauschef ein Plus von 453.215,65 Euro im Verwaltungshaushalt. Ebenfalls mit einem Plus von 13.172,32 Euro abgeschlossen ist der Vermögenshaushalt. Das sind zusammen 466.387,97 Euro.
Zur ersten Änderung des Bebauungsplans für das Industriegebiet „Am Spatwerk“ wies der Bürgermeister auf den entsprechenden Beschluss am 12. Dezember 2022 hin, ebenso auf die inzwischen eingeleitete Umverlegung der Straße bei der WITRON Stahlfertiger GmbH & Co. KG. Aufgrund der Aussage Bauriedls, dass keine konkreten Planungen erfolgt seien, wird die Verwaltung die entsprechenden Schritte zur Änderung einleiten.
„Der Zuwendungsantrag für den Bau des Fahrradwegs nach Pfrentsch ist erstellt“, war eine der Informationen des Bürgermeisters. Dazu kamen auf dem Verwaltungsweg behandelte Bauanträge. Auf den Wunsch von Vera Stahl nach einer Verkehrsschau, bei der das Anbringen von Verkehrsspiegeln geprüft werden könnte, antwortete Bauriedl: „Das machen wir mal im Rahmen einer Bauausschuss-Sitzung.“
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