Mit dem Rad durch den Hammerweg
Mit dem Rad durch den Hammerweg
Bei bestem Radlwetter stiegen die Teilnehmer einmal mehr in die Pedale – und mitten hinein in die Themen des Stadtteils. „Der CSU‑Ortsverband hört hin, schaut genau hin – und nimmt Probleme direkt mit“, so CSU‑Ortsvorsitzender Nikola Vranješ.
Der Ortsvorsitzende Vranješ eröffnete die Tour pünktlich um 16 Uhr. Mit dabei: prominente Unterstützung aus der Kommunalpolitik. Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler, Stadtrat Hans Blum sowie die ehemaligen Stadträte Dagmar Bühler und Hans Forster suchten gemeinsam mit Bürgern den direkten Austausch vor Ort.
„Nah dran an den Menschen“
Gleich zu Beginn machte Dr. Zeitler klar, worum es geht: zuhören, verstehen, anpacken. Die Fahrradtour sei ein unverzichtbares Format, um Stimmungen einzufangen und konkrete Probleme sichtbar zu machen – dort, wo sie entstehen. Und die ließen nicht lange auf sich warten.
Wenn der Gartenzaun zum Problem wird
Erste Station: ein unscheinbarer Gartenzaun – mit großer Wirkung. Eine Anwohnerin hatte sich beschwert, dass dessen Höhe die Sicht beim Ein- und Ausfahren massiv einschränkt. Vor Ort wurde diskutiert, begutachtet, abgewogen. Eine Lösung? Noch offen. Aber das Problem ist angekommen.
Fragen an die Logik der Baustellenpolitik
Am Ende des Hammerwegs wurde es grundsätzlicher. Die städtischen Ablageflächen für Bauschutt warfen Fragen auf. Warum Zwischenlager, wenn es vielleicht effizienter geht?
Dr. Zeitler formulierte es deutlich: „Muss Material wirklich hier liegen – oder wäre eine direkte Abholung wirtschaftlicher?“ Eine scheinbar einfache Frage mit politischer Sprengkraft.
Zwischen Spielplatz-Hoffnung und Radweg-Frust
Ein freundlicheres Bild bot sich am Spielplatz in der Adalbert-Stifter-Straße. Noch Baustelle – aber mit Perspektive. Die Vorfreude auf die neue Anlage war spürbar.
Weniger positiv: der Radweg am Herbstaugraben. Gerade bei schlechtem Wetter kaum nutzbar, so die Kritik. Für viele ein echtes Ärgernis im Alltag.
Zu eng, zu schnell, zu gefährlich
Konkrete Sorgen äußerten Bürger auch am Hammerweg Richtung Auto-Lomberg. Parkende Autos blockieren Gehwege und machen das Durchkommen für Kinderwagen und Radfahrer zur Herausforderung. Die Diskussion drehte sich schnell um mögliche Lösungen – von klaren Markierungen bis zu neuen Regelungen. Im Turnerweg wurde es noch deutlicher: zu schnelle Autos, zu wenig Sicherheit. Familien forderten unmissverständlich Tempo 30.
Mehr Regeln für mehr Rücksicht
Auch im Grünen gibt es Konflikte. Dagmar Bühler brachte die Idee einer strengeren Leinenpflicht ins Spiel. Mehr Schilder, mehr Klarheit – für ein besseres Miteinander im Park.
Stillstand trifft Aufbruch
Ein Sinnbild für die Herausforderungen der Stadt zeigte sich am Turnerbund-Gelände: Seit Jahren liegt die Fläche brach. Ein Zustand, der Fragen aufwirft. Dr. Zeitler blieb ehrlich: „Eine konkrete Lösung gibt es aktuell noch nicht.“ Gleichzeitig kündigte er an, sich dem Thema nach Amtsantritt intensiv widmen zu wollen. Direkt daneben ein Gegenbild: Auf dem Tennisgelände entsteht Neues. Plätze, die schon bald bespielt werden können – ein Zeichen, dass Entwicklung möglich ist.
Politik endet nicht an der letzten Station
Zum Abschluss ging es ins Sportstüberl des Turnerbunds. Doch das Gespräch riss nicht ab. Im Gegenteil: In geselliger Runde wurden Themen vertieft, Ideen weitergesponnen, Kritik aufgenommen.
Ein Format mit Wirkung
Die Fahrradtour des CSU-Ortsverbands Hammerweg zeigt einmal mehr, wie Kommunalpolitik funktionieren kann: direkt, greifbar, im Dialog. Oder, wie es ein Teilnehmer formulierte: „Probleme lassen sich am besten lösen, wenn man sie gemeinsam „erfährt“.




