SPD-Ortsverein Hirschau auf Expedition Erdgeschichte

SPD-Ortsverein Hirschau auf Expedition Erdgeschichte
Gastbeitrag von: Reinhold Strobl
Zu einer Wanderung in unserer Heimat mit einer erdgeschichtlichen Information hatte der SPD-Ortsverein Hirschau nach Massenricht eingeladen. Rudi Wild hatte diese Wanderung organisiert. Er war es auch, der in Träglhof Wanderführer Josef Kohl begrüßen konnte, der die Wanderer auf eine Expedition Erdgeschichte mitnahm. Nach einem Abriss über die Entstehung und den Aufbau der Erde führte der Weg von Träglhof aus auf einer Altstraße talabwärts in Richtung Wagensass, Löschweiher und Löschwiesen. Hier handelt es sich um Flurbezeichnungen mit historischem Hintergrund. Überraschend für die Teilnehmer war, dass sie dabei auf kurzer Strecke eine geologische Zeit von etwa 200 Millionen Jahren zurücklegten.
Geologische Besonderheiten entlang der Route
Die sogenannte Freihunger Störungszone weist hier einen Versatz von mehr als 1.000 Metern auf. Die Talverfüllung im Bereich des Dürnbaches stammt aus der Zeit der letzten Kaltzeiten. Hier gab es Ausführungen zum Fund eines Elchkopfes, zudem Hinweise auf Bodenfunde von Menschen, die wohl vor Tausenden von Jahren die Nähe der Steinbrüche suchten, sowie zur reichen Kulturlandschaft. Staunend standen dann die Wanderer vor der hohen Bruchsteinwand im alten Steinbruch am Mühlberg, die vor etwa 60 Millionen Jahren senkrecht gestellt wurde. Der Sandstein ist extrem hart und abriebfest. Er eignete sich daher bestens für die Verwendung als Mühlstein. Es war damals eine mühevolle und gefährliche Arbeit, den Stein aus einer nahezu 60 Meter hohen Wand zu brechen.
Jeder Steinhauer machte dabei jeden Tag acht Kreuzpickel stumpf. Niederschriften belegen, dass über viele Jahrhunderte die Steine für die Errichtung von Gebäuden abtransportiert wurden. Der unverfestigte Sand war bestens für die Spiegelglasherstellung geeignet.
Ausklang in der Rödlaser Berghütte
Den Abschluss der interessanten Wanderung bildete eine Einkehr mit Stärkung in der Rödlaser Berghütte. Hier ließen es sich Bürgermeisterin Beate Dietrich und Altlandrat Armin Nentwig nicht nehmen, dazuzukommen.
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