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Vergessene Opfer: Zehn Angehörige der Artistenfamilie Blum ermordet

Weiden. Die Geschichte der Weidener Artistenfamilie Blum ist kaum bekannt. 1942 floh sie vor den Nationalsozialisten über den Balkan – vergeblich. Statt Freiheit erwarteten sie Konzentrationslager und Tod. Neue Recherchen belegen: Zwei Söhne, eine Tochter und mindestens zehn Enkel von Karl Blum wurden, überwiegend im KZ Auschwitz, ermordet.

Vergessene Opfer: Zehn Angehörige der Artistenfamilie Blum ermordet

Familienoberhaupt Karl Blum. Er führte die Wagenkarawane an, die ihr Heil in der Flucht suchte. Foto: Stadtarchiv Weiden

Am heutigen 2. August jährt sich die Räumung des sogenannten „Zigeunerfamilienlagers“ in Auschwitz-Birkenau. Das Datum ist zentraler Gedenktag für den Völkermord an den Sinti und Roma. Am Morgen des 2. August 1944 wurden die noch arbeitsfähigen Häftlinge in andere Konzentrationslager deportiert. In der folgenden Nacht ermordete die SS die rund 2.900 zurückgebliebenen Frauen, Kinder und alten Menschen in den Gaskammern. Unter den Opfern waren Frauen und Kinder der Weidener Artistenfamilie Blum. 

Stadtarchivar Dr. Sebastian Schott arbeitete für die Erinnerungsgruppe der „Omas gegen rechts“ (siehe Infobox) die Geschichte der Familie auf. Selbst ihm wurde erst durch die Recherchen das ganze Ausmaß der Verfolgung der Weidener Sinti deutlich. Allein für die Artistenfamilie Blum – nicht verwandt mit der Weidener Schaustellerfamilie gleichen Namens – lassen sich 14 ermordete Angehörige belegen. Das jüngste Opfer, Katharina Blum, kam 1944 im KZ Auschwitz zur Welt und starb dort im Alter von nur drei Monaten. 

Flucht mit Ziel Türkei  

Die Artistenfamilie Blum vom Hinteren Rehbühl hat eine äußerst ungewöhnliche Fluchtgeschichte hinter sich. Die Familie floh 1942 auf einer neunmonatigen Reise in ihren Wohnwagen über den Balkan. Ziel war die neutrale Türkei. Angeführt wurde die Wagenkolonne von Familienoberhaupt Karl Blum und seiner Frau Alma. Mit ihnen reisten vier ihrer acht erwachsenen Kinder mit ihren Familien. Zum Tross gehörten 19 Angehörige.

Die Hoffnung auf Rettung endete an der türkischen Grenze. Wegen unzureichender Dokumente wurde der Gruppe die Einreise verweigert. Die Blums mussten nach Bulgarien zurückkehren. Dort wurden sie im Januar 1943 auf Anweisung der deutschen Besatzungsbehörden verhaftet. Über die Lager Niš und Banjica führte ihr Weg schließlich nach Auschwitz-Birkenau. 

„Karl Blums lange Reise durch die Balkanstaaten“ 

Dass die Flucht der Familie Blum heute so detailliert rekonstruiert werden kann, ist dem serbischen Historiker Milan Ristović zu verdanken. Für seine Arbeit „Karl Blums lange Reise durch die Balkanstaaten“ wertete er historische Akten aus. Ein SS-Sturmscharführer hatte im Juni 1943 in Belgrad alle erwachsenen Angehörigen vernommen. Die Vernehmungsprotokolle sind bis heute erhalten. 

Antiziganismus hat in Europa eine lange Geschichte. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Diskriminierung zur systematischen Verfolgung. Ab 1940 deportierte das Regime deutsche Sinti und Roma in Konzentrations- und Vernichtungslager. Dem Völkermord, genannt Porajmos („das große Verschlingen“), fielen mindestens 220.000 bis 250.000 Menschen zum Opfer.

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Reiseverbot kommt Berufsverbot gleich 

Für die Mitglieder der Familie Blum war die Einstufung als „Zigeunermischlinge“ das letzte unübersehbare Warnsignal. Stadtarchivar Dr. Sebastian Schott verweist auf den Eintrag auf der Meldekarte von Familienoberhaupt Karl Blum: „Z. M. laut Gutachten der Rassenhygienischen Forschungsstelle des Reichsgesundheitsamtes Berlin-Dahlem, 12.12.41.“

Zu dieser Zeit war die Artistenfamilie Hinterm Rehbühl (heute Prößlstraße 16) gemeldet. Dort standen ihre Wohnwagen. Von Weiden aus reisten die Blums als Schausteller durch ganz Deutschland und traten auf Jahrmärkten, Kirchweihen und Marktplätzen auf.

1939 erließ Reinhard Heydrich als Leiter des Reichssicherheitshauptamtes ein umfassendes Reiseverbot für Sinti und Roma. Für eine reisende Artistenfamilie kam das einem Berufsverbot gleich. Karl Blum meldete deshalb 1941 ein Kleingewerbe an: „Aufführung von gelegentlichen Unterhaltungs-Spielen in Gaststätten“. „Die Familie hielt sich mit Kleinstauftritten – Musik, Artistik und Jonglage – über Wasser“, sagt Schott.

Bernhard Blum, Sohn von Alma und Karl Blum. Er kehrte nach zwei Jahren in Konzentrationslagern in Rumänien nach dem Krieg nach Weiden zurück. Foto: Stadtarchiv Weiden
Siegfried Blum, Sohn von Alma und Karl Blum, verlor in den Konzentrationslagern zwei Babys. Foto: Stadtarchiv Weiden
Überlebte die KZ Banjica, Auschwitz und Ravensbrück: die Weidenerin Johanna Blum, Tochter von Karl und Alma Blum. Foto: Stadtarchiv Weiden

Verhaftung in Skopje 

Im März 1942 begann die Flucht. Mit einem Wandergewerbeschein, den sich Karl Blum besorgt hatte, machte sich die Familie auf den Weg. Nach Angaben ihrer Nachfahren gab die Warnung eines Weidener Stadtpolizisten den Ausschlag zur Abreise. Die Wohnwagenkolonne zog nach Süden, überquerte die damalige Reichsgrenze nach Österreich und reiste über Maribor, das besetzte Jugoslawien und Bulgarien in Richtung Türkei.

Die Flucht fand kurz vor der Rettung ein jähes Ende: Die Türkei verweigerte aufgrund mangelhafter Papiere die Einreise. Auf Veranlassung des deutschen Konsulats verhaftete die bulgarische Polizei im Januar 1943 die Reisegruppe während eines Auftritts in Skopje. Die Blums wurden an die Wehrmacht übergeben und zunächst in das Anhaltelager Niš in Serbien, anschließend in das Konzentrationslager Banjica bei Belgrad gebracht. 

Erste Opfer: Babys 

Die ersten Opfer waren die Kleinsten. Auf der Flucht kamen drei Kinder zur Welt, darunter die Zwillinge Paul und Paulina, Kinder von Wilhelmine Blum und Wilhelm Schmidt. Keines der Babys überlebte. Die Zwillinge wurden im Dezember 1942 in Skopje geboren und starben im Mai 1943 im Konzentrationslager Banjica. Ihr Vater berichtete später, die Kinder seien ihm bei der Verhaftung „entrissen und totgeschlagen“ worden. 

Auch ein weiteres Kleinkind der Familie fiel dem Lager Banjica zum Opfer. Rudolf, genannt Axel, der Sohn von Siegfried und Elfriede Blum, war am 31. Mai 1942 in Zagreb geboren worden. Ein SS-Hauptscharführer hielt fest, das „einjährige Zigeunerkind“ sei am 5. Juni 1943 „an allgemeiner Schwäche“ gestorben. 

1943: Gesamte Familie nach Auschwitz deportiert 

1943 folgte die Deportation des gesamten Familienverbandes nach Auschwitz in Polen. Familie Blum geriet damit mitten in den Vernichtungsapparat der Nationalsozialisten. Das sogenannte „Zigeunerfamilienlager“ (B II e) lag nicht außerhalb, sondern im Zentrum des Lagers Auschwitz II-Birkenau. Die Bahnrampe, an der die Züge ankamen, die Gaskammern und Krematorien waren nur wenige hundert Meter entfernt. Rauch und Brandgeruch waren allgegenwärtig.  

Die letzte in Weiden lebende Enkelin berichtet, dass ihre Onkel und Tanten die Zeit im Vernichtungslager als unvorstellbar grausam schilderten. Besonders im Gedächtnis blieb ihr eine Aussage ihrer Tante Johanna: „Sie haben uns das Leben ausgehaucht.“ Alfred musste im Sonderkommando die Leichen der Ermordeten fortschaffen. In Auschwitz setzte sich das Sterben der Familie fort. Elfriede Blum brachte dort 1944 eine Tochter zur Welt. Das Mädchen erhielt den Namen Katharina – und starb nur drei Monate später.

2. August 1944: die Räumung des „Zigeunerlagers” 

Am 2. August 1944 löste die SS das sogenannte „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau auf. Die SS wählte rund 1000 Menschen aus, die als arbeitsfähig galten. Sie wurden zur Zwangsarbeit in deutsche Konzentrationslager deportiert. Darunter waren acht Angehörige der Familie Blum aus Weiden. Die Frauen (Alma, Tochter Johanna, Schwiegertochter Elfriede und die zwölfjährige Enkelin Herta) gelangten ins KZ Ravensbrück. Die Männer (Karl Blum, die Söhne Siegfried und Alfred, Schwiegersohn Wilhelm) kamen ins KZ Buchenwald und später teilweise in das KZ Dora-Mittelbau. 

Zurück in Auschwitz blieben 2.900 überwiegend Kinder, deren Mütter und alte Menschen. Sie wurden in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 in den Gaskammern ermordet. Es spricht vieles dafür, dass Wilhelmine und Franziska Blum mit ihren noch lebenden Kindern zu den Opfern dieser Nacht gehörten. 

Die Entladerampe und das Haupttor, das „Tor des Todes“ genannt wird. Foto: Stanisław Mucha (1945), mit freundlicher Genehmigung des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau
Sektor BIIe: das „Zigeunerfamilienlager“ lag mitten im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die Gaskammern und Krematorien befanden isch in unmittelbarer Nähe. Das Foto wurde von den Alliierten aufgenommen. Foto: mit freundlicher Genehmigung des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau
Blick auf Baracken im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau 1944. Foto: mit freundlicher Genehmigung des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau
Innenansicht einer Backsteinbaracke im Sektor BI des Konzentrationslagers Auschwitz II-Birkenau. Foto: Stanisław Mucha (1945), mit freundlicher Genehmigung des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau

Suche nach Verschollenen bis in die 1950er Jahre 

Im Todeserklärungsverfahren vor dem Amtsgericht Weiden 1957 berichtete Karl Blum, er habe seine Tochter Wilhelmine zuletzt im August 1944 in Birkenau gesehen, bevor er selbst nach Buchenwald gebracht wurde. Nach seiner Befreiung hätten ihm ehemalige Mithäftlinge erzählt, Wilhelmine sei „in Birkenau vergast und verbrannt worden“. In den Gerichtsakten hielt er fest: „Eine Lebensvermutung besteht nicht mehr.“ 

Die Familie blieb während der Jahre im Lager zusammen. Wie die im Arolsen-Archiv erhaltenen Lagerbücher von Auschwitz zeigen, erhielten die Weidener im „Zigeunerlager“ fortlaufende Häftlingsnummern. Bei der Einlieferung bekamen die Häftlinge die Lagernummer in den Arm eintätowiert, selbst die kleinen Kinder. Auch bei den späteren Einlieferungen in die Konzentrationslager Ravensbrück sowie Buchenwald und Dora-Mittelbau lagen die Häftlingsnummern der Angehörigen immer in einer Reihenfolge.

Mai 1945: Die Rückkehr nach Weiden 

Kriegsende. Am 14. Mai 1945 kehrten Karl und Alma Blum im Alter von 58 und 59 Jahren nach Weiden zurück. Vom Tross mit 19 Personen hatten sieben überlebt. Das Patriarchenpaar hatte eine Tochter, zwei Söhne, eine Schwiegertochter und mindestens zehn Enkel verloren. Weiden wurde zum Sammelpunkt der Überlebenden.

Drei der acht erwachsenen Kinder von Karl und Alma Blum hatten sich dem Tross über den Balkan nicht angeschlossen. Für zwei von ihnen endete der Krieg dennoch tödlich: Rudolf wurde bereits 1942 im KZ Dachau inhaftiert, danach verliert sich seine Spur. Otto fiel am 8. April 1945 der sogenannten „Hasenjagd von Celle“ zum Opfer – der brutalen Verfolgung entflohener KZ-Häftlinge nach der Bombardierung eines Gefangenenzugs.

Nachkommen in Weiden

Nur Bernhard überlebte. Im Frühjahr 1943 hatte er noch versucht, sich dem Familienverband anzuschließen, erreichte ihn jedoch nicht mehr. In einem Ghetto in Rumänien lernte er seine spätere Frau kennen. Mit ihr kehrte er 1945 nach Weiden zurück. Seine Tochter und seine Enkel leben bis heute in der Stadt.

Wie Stadtarchivar Schott nachvollziehen kann, knüpfte Karl Blum nahezu nahtlos an das frühere Leben an. Im Januar 1946 meldete er ein „Schaustellergewerbe mit Varieté und Musikaufführung“ an. Die Familie ließ sich wieder am Wohnwagenstellplatz am Rehbühl nieder, bevor sie ab 1961 in ein Haus in der Schweigerstraße zog. 

Beerdigung des „Königs“: Über 200 Sinti aus ganz Europa und den USA 

Welche Bedeutung Familienoberhaupt Karl Blum innerhalb der europäischen Sinti-Gemeinschaft hatte, zeigte sich bei seiner Beerdigung. Er starb 1972 im Alter von 88 Jahren während eines Gastspiels in Herrsching am Ammersee. Mehr als 200 Sinti reisten aus ganz Europa und sogar aus den USA an. „Der Neue Tag“ titelte: „Die Wagen rollen: Der Patriarch ist tot.“ Wohnwagen reihten sich auf dem Festplatz an Wohnwagen. 

Unter den Trauergästen war auch Harry Morelly (bürgerlich Heilig), ein Verwandter von Alma Blum. Er bezeichnete Karl Blum als den „König“ des fahrenden Volkes in Deutschland. Der spätere Chefredakteur Horst Homberg beschrieb den 88-Jährigen als Mann mit wallendem Rauschebart, tadellosem Trachtenanzug und Spazierstock. Er sei ein „lebendes Symbol“ gewesen und habe zu Weiden gehört wie die Kirchtürme der Stadt. 

1972 in Weiden. Hunderte Sinti aus ganz Europa und den USA kommen zur Beerdigung von Karl Blum. Foto: Sammlung Bonkoß/Stadtarchiv Weiden
1972 in Weiden. Hunderte Sinti aus ganz Europa und den USA kommen zur Beerdigung von Karl Blum. Foto: Sammlung Bonkoß/Stadtarchiv Weiden
1972 in Weiden. Hunderte Sinti aus ganz Europa und den USA kommen zur Beerdigung von Karl Blum. Foto: Sammlung Bonkoß/Stadtarchiv Weiden
1972 in Weiden. Hunderte Sinti aus ganz Europa und den USA kommen zur Beerdigung von Karl Blum. Foto: Sammlung Bonkoß/Stadtarchiv Weiden

Zum Tod kein Wort über Nazi-Verfolgung 

Bei der Trauerfeier erinnerte Sohn Alfred daran, wie sehr sein Vater Weiden geliebt habe. Die Familie sei stolz darauf, dass Karl Blum im Ersten Weltkrieg gedient habe und seine Söhne im Zweiten Weltkrieg eingezogen worden seien.

Über die Verfolgung der Familie im Nationalsozialismus und die Ermordung zahlreicher Angehöriger fiel während des Trauergottesdienstes kein Wort. Kaplan Richard Busch würdigte Karl Blum als „großen und bedeutenden Mann“, dessen Wirken dem Frieden und der Gerechtigkeit innerhalb seiner Familie gegolten habe. Die Menschen zogen den Hut, wenn Karl Blum durch die Stadt ging.

Das Patriarchenpaar ist auf dem Weidener Stadtfriedhof beigesetzt. Das Grab ist bis heute erhalten und mit Blumen geschmückt. Auf dem Marmorstein sind Alma und Karl Blum auf Keramikfotos zu sehen. Unter Karl Blum steht gemeißelt: „Von uns geliebt für Gerechtigkeit und Frieden. Warst Du uns stets Beschützer und Berater.“ 

Initiative für „vergessene Opfer“

Die „Omas gegen rechts“ haben die Initiative angestoßen, bislang „vergessene Opfer“ des Nationalsozialismus stärker ins Bewusstsein zu rücken. Federführend ist die Erinnerungsgruppe unter Leitung von Heidrun Dreyling-Riesop. Sie wollen den Blick auf Opfer der Krankenmorde, politisch Verfolgte sowie im Holocaust ermordete Sinti und Roma richten.

Dazu ist eine Stadtwanderung zu Orten der NS-Geschichte in Weiden geplant, angeboten im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie (Termin: Sonntag, 4. Oktober 2026, 14 Uhr). Achtung: Anmeldung nötig.

Quellen: Stadtarchiv Weiden, Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Arolsen Archives (Register des so genannten „Zigeunerlagers“ des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, Neuzugänge KZ Buchenwald vom 3. August 1944, Häftlingsregister KZ Ravensbrück), Milan Ristovic, “Karl Blums lange Reise über den Balkan, 1942-1943 (Ein Beitrag zur Geschichte des Pharrajmos).  

Das Grab von Alma und Karl Blum, Überlebende des KZ Auschwitz, am Stadtfriedhof in Weiden. Foto: Christine Ascherl

Familie Blum – Das Schicksal auf einen Blick 

Familienoberhaupt Karl und Alma Blum 

  • überlebten Auschwitz und kehrten 1945 nach Weiden zurück.  

Tochter Wilhelmine Blum und Wilhelm Schmidt 

  • verloren fünf Kinder.  
  • Wilhelmine wurde in Auschwitz ermordet.  
  • Wilhelm Schmidt überlebte allein und ging nach Hannover.  

Sohn Siegfried und Elfriede Blum 

  • verloren zwei Kinder. 
  • Elfriede und Siegfried (“Peppi”) überlebten das KZ Auschwitz sowie Ravensbrück bzw. Buchenwald. 

Sohn Alfred Blum und Franziska Larze 

  • verloren drei Kinder.  
  • Franziska wurde vermutlich am 2./3. August 1944 ermordet.  
  • Alfred überlebte die KZ Auschwitz und Buchenwald und kehrte nach Weiden zurück.  

Tochter  Johanna 

  • Überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück.  

Weitere Söhne 

  • Rudolf: 1942 im KZ Dachau inhaftiert, danach verliert sich seine Spur.  
  • Otto: 1945 Opfer der Hasenjagd von Celle.  
  • Bernhard: einziger der drei Brüder, der in einem Ghetto in Rumänien überlebte. Er kehrte nach Weiden zurück und gründete eine Familie.